20.11.2005

Neue Impulse zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Die Landesstiftung Baden-Württemberg hat einen Leitfaden "Familie UND Beruf - wie gestalten wir das UND?" herausgebracht, in dem praxisorientierte Maßnahmen für eine familienfreundliche Arbeitswelt vorgestellt werden. Um möglichst passgenaue Lösungen zu finden, gibt die Broschüre Unternehmen und Kommunen praktische Handlungsrichtlinien an die Hand ...

Die Landesstiftung Baden-Württemberg hat einen Leitfaden "Familie UND Beruf - wie gestalten wir das UND?" herausgebracht, in dem praxisorientierte Maßnahmen für eine familienfreundliche Arbeitswelt vorgestellt werden. Um möglichst passgenaue Lösungen zu finden, gibt die Broschüre Unternehmen und Kommunen praktische Handlungsrichtlinien an die Hand. Zwar bestehen bereits zahlreiche Initiativen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, doch diese sind meist wenig vernetzt. Die Studie gibt außerdem Anregungen zu gemeinsamen Projekten zwischen Kommunen und Unternehmen.

Niedrige Geburtenraten zeigen, dass in vielen Fällen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie noch nicht selbstverständlich ist. Fehlt ein entsprechendes Betreuungsangebot für Kinder, ist häufig ein Elternteil - überwiegend die Mutter - gezwungen zu Hause zu bleiben. Dies wirkt nicht nur als Lohn- bzw. Karrierebremse, sondern bedeutet langfristig auch einen geringeren Rentenanspruch für den erziehenden Elternteil. Im Gegenzug geht den Unternehmen wichtiges Knowhow und wertvolle Erfahrungen verloren. Maßnahmen zur Umsetzung einer familienfreundlichen Arbeitswelt lohnen sich folglich für beide Seiten. Die Arbeitgeber halten zentrales Wissen in den Betrieben, die Mütter - seltener auch die Väter - leiden nicht mehr unter verminderten Rentenansprüchen durch unfreiwillige Erziehungszeiten.

Möglichkeiten gibt es viele, Kinderbetreuung und Beruf familienfreundlich zu gestalten. "Jetzt gilt es damit anzufangen, familienfreundliche Angebote auch tatsächlich umzusetzen. Kommunen, Unternehmen und Beschäftigte müssen Verständnis füreinander entwickeln und ein gemeinsames Handeln anstreben", so Bettina Seibold vom Institut für Medienforschung und Urbanistik Stuttgart. Sie hat an der neuen Broschüre der Landesstiftung "Familie UND Beruf - wie gestalten wir das UND?" mitgearbeitet.

Ein Ergebnis: beträchtliche Chancen verbergen sich in der potenziellen Zusammenarbeit betrieblicher und kommunaler Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Für eine erfolgreiche Umsetzung ist es zwingend notwendig, dass sowohl die Unternehmen als auch die Kommunen über die Entscheidungsgrundlage und Handlungslogik der jeweils anderen Seite Bescheid wissen. Deshalb bietet die Broschüre "Familie UND Beruf - wie gestalten wir das UND?" einen praktischen Handlungsleitfaden mit zahlreichen Hintergrundinformationen, Checklisten und Fragebögen.

Der Leitfaden "Familie UND Beruf - wie gestalten wir das UND?" ist aus einem Projekt der Landesstiftung Baden-Württemberg zur Familienforschung hervorgegangen. Im Rahmen des Programms wird die Fragestellung zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus verschiedenen Blickwinkeln untersucht. Ein Ergebnis ist die jetzt vorgelegte Broschüre. Sie soll Unternehmen und Kommunen als Praxishilfe dienen und dazu anregen, Verbesserungen in Gang zu setzen. "Wir hoffen und wünschen uns, dass dieses erste Ergebnis des Forschungsprogramms als Leitfaden gute Dienste in der Praxis leisten kann" so Dr. Andreas Weber von der Landesstiftung Baden-Württemberg.

Der Leitfaden "Familie UND Beruf - wie gestalten wir das UND?" steht zum Download bereit oder kann in gedruckter Version bei der Landesstiftung angefordert werden.

Die Landesstiftung Baden-Württemberg fördert gemeinnützige Projekte, die sie überwiegend selbst durchführt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei, neben der Forschung und Wissenschaft, in der Förderung von Bildungs- und Jugendarbeit, Kunst und Kultur, Völkerverständigung und Sport. Die Landesstiftung Baden-Württemberg ist die einzige bedeutende Stiftung, die in dieser Themenbreite dauerhaft, unparteiisch und ausschließlich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert und damit in die seiner Bürgerinnen und Bürger.

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