15.07.2009

Auszeichnung für Tüftler - Verleihung des Artur Fischer Erfinderpreises 2009

Am Mittwoch, den 8. Juli wurde in Stuttgart zum 5. Mal der mit 32.000 Euro dotierte Artur Fischer Erfinderpreis verliehen. Erfinder Artur Fischer, Wirtschaftsminister Ernst Pfister und Herbert Moser, Geschäftsführer der Landesstiftung ehrten große und kleine Tüftler ...

Ralf Schütz und Frank Schneider haben den Artur Fischer Erfinderpreis Baden-Württemberg 2009 gewonnen. Die beiden Forscher aus Mannheim und Ludwigshafen erhielten die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihr patentiertes Wirkstoffgemisch zur Bekämpfung der Varroamilbe bei Bienen. Der zweite Preis geht an Siegfried Richter aus Sauldorf, der dritte an Helmut Städele und Ingo Dreher aus Spaichingen. Dübel-Erfinder Artur Fischer sowie Herbert Moser von der Landesstiftung Baden-Württemberg überreichten als Stifter zusammen mit Wirtschaftsminister Ernst Pfister die Auszeichnungen im Stuttgarter Haus der Wirtschaft.

Mehr als 32.000 Euro Preisgelder wurden bei diesem fünften Artur Fischer Erfinderpreis an Profi-Erfinder sowie Schüler ausgeschüttet. Schwerpunkte waren in diesem Jahr Erfindungen zur Energie-Einsparung, zum Umweltschutz, aber auch zu medizinischen Themen. Auch die ganz praktische gute Idee war vertreten: Der Stehtisch, der auch auf Kopfsteinpflaster nicht wackelt, oder ein automatischer Stopper für Autotüren in engen Parklücken.

Wirtschaftsminister Ernst Pfister forderte bei der festlichen Preisverleihung in der König-Karl-Halle im Haus der Wirtschaft vor allem Unternehmen dazu auf, gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise in Innovationen zu investieren. "Wir müssen jetzt die Startlöcher ausgraben, um bei wieder anziehender Konjunktur möglichst weit vorne in das Rennen um Marktchancen einzusteigen." Dazu brauche es die Hartnäckigkeit der Erfinder, um von der Idee zur technischen Lösung und schließlich zur erfolgreichen Vermarktung zu kommen.

Ganz besonders gratulierte der Minister dem 89-jährigen Artur Fischer, der "als erfolgreichster deutscher Erfinder der Gegenwart und baden-württembergischer Unternehmer par excellence" erst kürzlich den renommierten Deutschen Gründerpreis für sein Lebenswerk erhalten hatte. Mit der Stiftung des Artur Fischer Erfinderpreises "geben Sie ein gutes Beispiel für bürgerliches Engagement", so Ernst Pfister.

Der Geschäftsführer der Landesstiftung Baden-Württemberg, Herbert Moser, sagte bei seiner Begrüßung: "Unsere Jugendlichen stecken voller Kreativität und haben Spaß am Tüfteln und Ausprobieren. Mit dem Wettbewerb wollen wir sie zum Experimentieren anstiften und erwachsenen Erfindern ein motivierendes Forum bieten. Besonders stolz sind wir darauf, dass früher eingereichte Erfindungen es bereits bis zur Marktreife geschafft haben – eine Erfolg versprechende Perspektive für alle Beteiligten".

Pfister ließ sich nach der Preisverleihung zusammen mit Artur Fischer und Herbert Moser von den Preisträgern die einzelnen Erfindungen anhand von Modellen erläutern. Der Artur Fischer Erfinderpreis wird alle zwei Jahre im Rahmen des "Tags der gewerblichen Schutzrechte" in Stuttgart verliehen. Neben der praktischen Idee steht dabei auch der Nutzen der Innovationen für Umweltschutz, Arbeitssicherheit oder Gesundheit im Blickpunkt.

Die Preisträger 2009 im Einzelnen:

Profi-Wettbewerb:
1. Preis: 10.000 Euro
Ralf Schütz (Mannheim), Frank Schneider (Ludwigshafen) für ein Wirkstoffgemisch zur Bekämpfung der Varroamilbe bei Bienen

2. Preis: 7.500 Euro
Siegfried Richter (Sauldorf) für einen piezoelektrischen Pumpenantrieb

3. Preis: 5.000 Euro
Helmut Städele (Spaichingen), Ingo Dreher (Balgheim) für eine mechanische Kupplungsbetätigungseinheit zur Reduktion des Bremsmoments

Eine Anerkennung erhielten:

  • Daniel Wolf, Matthias Steiert (Freiburg) für ein Verfahren zur Herstellung großer Körper aus Verbundwerkstoffen
  • Dr. Bernd Kaltenhäuser (Stuttgart) für einen Photobioreaktor zur Kultivierung von Mikroalgen
  • Bernhard Sacherer (Friesenheim) für ein Verfahren zur Herstellung einer Beinprothese
  • Martin Bühler (Ihringen) für einen Steh- oder Sitztisch, der überall geradesteht
  • Kurt Lämmle (Ehingen) für einen Thermogenerator – Vorrichtung zum Erzeugen von Wechselstrom
  • Rolf Stork (Müllheim) für eine Vorrichtung zum Auftrennen von Schmuck- oder Fingerringen
  • Michael Reimann (Ulm) für ein effizientes Zündsystem für Ottomotoren
  • Andrea Drollinger (Birkenfeld) für einen Golf-Balance-Trainer
  • Ali-Riza Coskun für einen Aufsatz-Kindersitz

Schülerwettbewerb

Kategorie bis Klasse 7:

1. Preis: 1.500 Euro
Fabian Suske vom Innovationsclub der Staatlichen Feintechnikschule, Klasse 7 des Technischen Gymnasiums Villingen-Schwenningen, für "the gecko’s foot"

2. Preis: 1.000 Euro
Die 4. Klasse der Grundschule Deilingen für eine Seifenblasenmaschine

3. Preis: 750 Euro
Julien Jakob Hartung, Klasse 7 des Uhland-Gymnasiums Tübingen, für neodymmagnetische Holzbausteine

Eine Anerkennung erhielt:

  • Verena Zeman und Jacqueline Ruppert, 6. Klasse des Hans-Baldung-Gymnasiums Schwäbisch Gmünd für einen Zahnspangen- und Zahnbürstenreiniger

Kategorie bis Klasse 8 – 10:

1. Preis: 1.500 Euro
Manuel Allgaier und Jakob Epp, Klasse 9 des Droste-Hülshoff-Gymnasiums Rottweil für einen Stirlingmotor zum Begreifen

2. Preis: 1.000 Euro
Andreas Müller, Klasse 9 der Realschule am Deutenberg, Villingen-Schwenningen, für einen richtungsstabilen, Schleifer schonenden Modellrennwagen

3. Preis: 750 Euro
Sebastian Murgul, Klasse 8 des Scheffel-Gymnasiums Bad Säckingen, für eine Frühstücksmaschine

Eine Anerkennung erhielt:

  • Manuel Bucher, Klasse 8 der Realschule Tettnang für ein Solar-Mobil

Kategorie Weiterführende Schulen:

1. Preis: 1.500 Euro
Isabelle Anderka, Simon Müller, Vera Traub, Karen Fischer, Gerd Lindner, Sascha D’Angelo aus den Klassen 9, 11 und 12 des Faust-Gymnasiums Staufen für "aps" – Atlas-Halswirbel-Simulator

2. Preis: 1.000 Euro
Semi Curcio, 13. Klasse der Gewerblichen Schulen in Waldshut, für "Anti-Crash-Door – Die Türbremse für das Auto

3. Preis: 750 Euro
Janna Zietle, Vincent Schoch und Laura Hagenlocher, Klasse 12 der Eduard-Spranger-Schule in Freudenstadt, für eine E-Draisine
sowie Benno Baumann, Klasse 11 der Kaufmännischen Schule Schwäbisch Gmünd, für ein nachrüstbares Dichtungssystem für Altbauten

Eine Anerkennung erhielten:

  • Leonard Mattheis und Sebastian Esser, Klasse 12 des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Marbach am Neckar, für eine intelligente Abluftanlage
  • Tim Gökalp, Klasse 11 der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim, für eine Notenscheibe
  • Jonas Klinkhammer, Paul Kabisch und Andreas Mayer, Klassen 12 und 13 des Goethe-Gymnasiums Ludwigsburg, für ein Nachweisgerät für ionisierende Strahlung mit einem CMOS-Sensor
  • Pascal Kuhn, Klasse 13 des Matthias-Grünewald-Gymnasiums in Tauberbischofsheim, für einen Standard-Rasierergriff für alle Klingen.

Weiterführende Links

www.erfinderpreis-bw.de

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