31.07.2007

"Sag' mal was" startet in die fünfte Runde

Bereits seit 2002 bietet die Landesstiftung Baden-Württemberg zusätzliche Sprachfördermaßnahmen in Kindertageseinrichtungen an. Für das fünfte Jahr des Programms "Sag' mal was – Sprachförderung für Vorschulkinder" sind die Anträge nun in der Bewilligungsphase. Rund 1300 Kindertageseinrichtungen erhalten in diesen Tagen und Wochen die Förderzusagen ...

Etwa 14.000 Kinder nehmen in der neuen Runde an den Maßnahmen teil. Damit konnten bis heute mehr als 60.000 Kinder von dem bundesweit einmaligen Programm profitieren. Die Landesstiftung hat bisher über 25 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Ein neues Diagnoseverfahren namens "LiSe-DaZ" zur Bestimmung des Sprachstands steht kurz vor der Erprobungsphase.

Die Beherrschung der deutschen Sprache ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Bildungsbiographie. Das Programm "Sag' mal was" der Landesstiftung ermöglicht Vorschulkindern mit und ohne Migrationshintergrund intensive Sprachförderung. Das als "lernendes Programm" konzipierte Angebot wird regelmäßig überprüft und durch weitere Bausteine ergänzt. Dazu zählt neben der intensiven Einbeziehung der Eltern, der wissenschaftlichen Begleitung, der Qualifizierung von Multiplikatorinnen auch die Entwicklung eines neuen Verfahrens zur Sprachstandserhebung. Dieses ist – als eines der ersten Verfahren in Deutschland überhaupt – insbesondere für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache geeignet und steht kurz vor der Erprobungsphase.

Die Entwicklung des Diagnoseverfahrens "LiSe-DaZ" erfolgt im Auftrag der Landesstiftung unter der Leitung von Prof. Dr. Rosemarie Tracy (Universität Mannheim) und Prof. Dr. Petra Schulz (Universität Frankfurt).
Das Verfahren ist so konzipiert, dass es ohne vertiefte linguistische und testpsychologische Kenntnisse verwendet werden kann und zudem zeitökonomisch in der Durchführung ist.
Derzeit steht die Landesstiftung in Verhandlung mit dem renommierten Fachverlag Hogrefe, der das Diagnoseverfahren nach einer bundesweiten Erprobungsphase im kommenden Jahr veröffentlichen will. Die Probe- und Normierungsphase soll in der zweiten Jahreshälfte beginnen.

"Die bisherigen Erfahrungen aus dem Programm zeigen, wie wichtig die frühe Sprachförderung ist. Sie ist der beste Weg, so genannte problematische Bildungsbiografien zu vermeiden. Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kompetenz sind Fähigkeiten, die in einer zunehmend globalisierten Welt immer wichtiger werden. Kinder mit Migrationshintergrund bringen diese von klein auf mit. Das ist eine Chance für alle Kinder ", sagt Dr. Andreas Weber, Leiter des Bereichs Bildung bei der Landesstiftung. Deshalb arbeite die Landesstiftung gerade an einer Weiterentwicklung, die eine Sprachförderung für Kinder ab zwei Jahren ermöglichen soll.

Das Programm wird von einem Beirat "Sprachförderung", der wissenschaftlichen Begleitung durch die PH Heidelberg und PH Weingarten und einer Projektgruppe mit Vertretern der Ministerien und Träger von Tageseinrichtungen für Kinder beratend unterstützt.

Die Dokumentation des Kongresses zur "Frühe Mehrsprachigkeit: Mythen – Risiken – Chancen", wurde gerade veröffentlicht und kann über die Landesstiftung bezogen werden. Darin ist die Mannheimer Erklärung enthalten, die in elf Thesen darstellt, welche gesellschaftlichen und politischen Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um Kinder beim Spracherwerb optimal zu fördern.

Weiterführende Links

www.sagmalwas-bw.de

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