Cool, verträumt, wissbegierig, altklug, frech oder nett – jedes Kind ist anders. Jedes Kind ist geprägt durch Charakter, Herkunft, Elternhaus und Erziehung. Doch wie sieht Kindheit in der heutigen Zeit aus? Welche Werte, Ängste und Träume haben Kinder, die aufwachsen mit Handy, Gameboy und Internet? Im Auftrag der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg haben die Künstlerin Kathrin Haller-Kaiser und der Fotograf und Pulitzer-Preisträger Andree Kaiser über 300 Kinder zwischen 8 und 10 Jahren in ganz Baden-Württemberg im Rahmen einer künstlerischen Feldforschung befragt und fotografiert. Die künstlerische Feldforschung bedient sich Methoden der ethnologischen Feldforschung, um eine bestimmte Zielgruppe zu untersuchen, die Ergebnisse zu dokumentieren, künstlerisch in Szene zu setzen und dann der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Ob ländlicher Raum oder städtisches Leben, die meisten Kinder beeindrucken durch ein starkes Selbstbewusstsein. Ihre Antworten zeigen die tiefe und fortwährende Auseinandersetzung mit sich selbst, ihrem Lebensumfeld, der Welt und ihren Mitmenschen. Sie erzählen mal humorvoll und poetisch, aber auch sorgenvoll und weise, was sie bewegt. Ihr Blick auf die Erwachsenen ist oftmals entlarvend und sollte nachdenklich stimmen. Rund 20 Fragen zu ihrer aktuellen Lebenssituation, ihren Freunden, Berufs- und Zukunftswünschen haben die Kinder beantwortet und gezeigt, wie sehr sie sich Gedanken über den eigenen familiären und schulischen Lebenshorizont hinaus machen.
Mit der Ausstellung will die Stiftung Kinderland Baden-Württemberg alle Interessierten einladen, Kindern auf Augenhöhe zu begegnen. Sie soll dazu animieren, sich mit den Vorstellungen der Kinder auseinanderzusetzen und ihre Antworten ernst zu nehmen.
Die Ausstellung hat sich nun auf Tour begeben und ist von 28. Juli bis 15. August 08 im Rathaus in Ravensburg zu sehen.
Ab 19. September bis 1. Oktober 08 macht sie Station im Rathaus Villingen.
Alle aktuellen Termine und weitere Informationen sind auf der Homepage der Ausstellung zu finden.





