02.12.2008

Mit Hitzlsperger & Co. zu Ball und Buch!

Landesstiftung Baden-Württemberg und VfB Stuttgart 1893 e.V. unterstützen Leseförderung von Jungen. Projekt "kicken & lesen" geht in eine neue Runde ...

Jungs sind unruhig, trotzig und unmotiviert. Und Lesen ist "uncool". Gängige Vorurteile, mit denen die Landesstiftung und der VfB Stuttgart mit dem Projekt "kicken & lesen" aufräumen wollen. Beide Partner setzen gezielt auf die Förderung von Jungen. Über die Begeisterung für Fußball sollen Jungen aus einem eher lesefernen Elternhaus oder mit Migrationshintergrund zum Lesen motiviert werden. Bis zum 31. Januar 2009 können sich gemeinnützige Vereine, freie Träger der Jugendarbeit und andere Institutionen in Baden-Württemberg mit ihren Ideen für die Teilnahme am Projekt bewerben. Ministerpräsident und Aufsichtsratsvorsitzender der Landesstiftung, Günther H. Oettinger MdL, und Erwin Staudt, Präsident des VfB Stuttgart, unterstützen das Projekt.

Jungen hinken den Mädchen in ihren schulischen Leistungen hinterher. Sie verlassen häufiger die Schule ohne Abschluss und weisen größere Defizite in der Lese- und Sprachkompetenz auf. Besonders Jungen aus bildungs- und leseferneren Familien haben es schwerer, Chancen des Bildungssystems zu nutzen. Doch Kinder und Jugendliche, die gut und gerne lesen, haben bessere Möglichkeiten in der Schule und im Beruf.

Hier setzen die Landesstiftung und der VfB Stuttgart mit dem Projekt "kicken & lesen" an. Ganz nach dem Motto: Jungs lesen ander(e)s! Denn Jungen folgen zwar lieber ihrem Bewegungsdrang und lassen Bücher eher links liegen, doch "diese Kinder sind keine Lesemuffel. Mit einem spannenden Thema wie Fußball und speziellen Leseangeboten können sie sehr wohl zum Lesen motiviert werden. Das haben unsere Erfahrungen aus dem ersten Durchlauf in diesem Frühjahr gezeigt. Deswegen machen wir jetzt weiter", so Herbert Moser, Geschäftsführer der Landesstiftung Baden-Württemberg.

Der Zugang zum Lesen und Schreiben wird in den ersten zehn Lebensjahren fast ausschließlich durch Frauen – Mütter, Erzieherinnen oder Lehrerinnen – vermittelt. Jungen beginnen aber gerade in diesem Alter sich an der Männerwelt zu orientieren und brauchen männliche Vorbilder. Bei Jungen aus schwierigen familiären Verhältnissen übernehmen Väter diese Rolle leider selten. Dann sind andere Vorbilder gefragt – zum Beispiel Fußballer. "Das Lesen muss man wie das Fußballspielen trainieren. Und dann kann es genauso packend sein wie ein gutes Fußballspiel", sagt Thomas Hitzlsperger, Kapitän des VfB Stuttgart und großer Bücherfan.

Die Landesstiftung und der VfB Stuttgart wollen mit "kicken & lesen" neue Ansätze der Leseförderung von Jungen unterstützen. Der Phantasie sind bei der Antragstellung nur wenige Grenzen gesetzt. Neben dem Lesen soll natürlich auch Fußball gespielt werden. "Die liebste Freizeitbeschäftigung für Jungs ist das Kicken. Und dank der Motivation durch Fußball kann auch die Lektüre zu einer runden Sache werden", so Erwin Staudt, Präsident des VfB Stuttgart.

Die ausgewählten Projekte sollen an insgesamt zehn Tagen in den Ferien, am Wochenende oder nachmittags von April bis Juni 2009 stattfinden. "kicken & lesen" richtet sich an Jungen im Alter von 10 bis 14 Jahren aller Schularten. Die Teilnehmerzahl ist auf mindestens zehn und maximal 15 Teilnehmer pro Projekt begrenzt. Anträge können bis zum 31. Januar 2009 eingereicht werden.

Den teilnehmenden Jungen winken neben spannenden zehn Tagen Besuche des VfB Stuttgart, eine Urkundenverleihung in der Mercedes-Benz-Arena und die Teilnahme am kicken & lesen – Camp der VfB-Fußballschule.

Weiterführende Links

www.kickenundlesen.de

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