21.10.2010

Geschichten erzählen fördert Entwicklung von Kindern. Erfolgreicher Abschluss des Programms "Erzähl uns was!"

Kinder sind von Natur aus neugierig und hungrig nach Wissen. Sie lieben es, Geschichten zu erzählen und sich mitzuteilen. Das Erzählen fördert die Konzentrationsfähigkeit und die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder, es weckt die Fantasie und regt die Sprach- und Ausdrucksfähigkeit an. Die Stiftung Kinderland, eine Unterstiftung der Baden-Württemberg Stiftung, hat deshalb das Programm „Erzähl uns was! Kinder erzählen Geschichten und hören einander zu“ ins Leben gerufen und 13 Modellprojekte im Land über einen Zeitraum von drei Jahren gefördert. Zusammen mit Susanne Verweyen-Mappus präsentierte die Stiftung heute die Ergebnisse.

Stuttgart, 21. Oktober 2010. Jeder vierte angehende Erstklässler benötigt sprachliche Förderung. Daten des Landesgesundheitsamtes vom April 2010 belegen das. Das Projekt „Erzähl uns was! Kinder erzählen Geschichten und hören einander zu“ setzt genau hier an. Kinder lernen auf unterschiedlichste Weise und über spielerische Elemente, sich zu öffnen und zu sprechen. Sprechförderung als Voraussetzung der Sprachförderung – die einzelnen Projekte brachten wegweisende und positive Ergebnisse. Professor Dr. Klaus Koziol von der Katholischen Fachhochschule in Freiburg begleitete das Programm wissenschaftlich.

Sprech- und Sprachkompetenz stärkt Selbstbewusstsein

Die Projekte förderten die Kommunikationskompetenz und stärkten das Selbstbewusstsein der Kinder. Das Angebot umfasste Erzählwerkstätten, verschiedene Theaterarten und Sprachförderungskonzepte für Kinder bis 12 Jahre. Die Evaluation des Programms bestätigt die hohe Qualität der Modellprojekte und zeigt, wie wichtig es für die Entwicklung unserer Kinder ist, dass sie Geschichten selbst erzählen und von anderen erzählt bekommen“, sagte Susanne Verweyen-Mappus während der Veranstaltung.

Unter dem Aspekt der Mehrsprachigkeit konnten insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund von dem Programm profitieren. Gerade wenn diese Kinder Geschichten erzählen und dadurch ernst genommen werden, hilft das, weiterer Ausgrenzung vorzubeugen. Die jungen Menschen lernten, dass ihnen aktiv zugehört und dadurch Wertschätzung entgegengebracht wird. Sie wurden in ihrer Ausdrucksfähigkeit und Sprachkompetenz gefördert und damit auch in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt. „Geschichten wahrzunehmen und sie zu vernetzen, das heißt Integration in einer Gesellschaft fördern. Deshalb freut es mich, dass die Projekte gerade für Kinder mit Migrationshintergrund einen außerordentlichen Erfolg brachten“, erklärte Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung.

Durch das gegenseitige Erzählen von Geschichten und die gemeinsame Beschäftigung damit lernten die Kinder auch, einander zuzuhören. Dies schafft die Voraussetzung für gegenseitige Achtung und Respekt, auch zwischen Kindern aus verschiedenen Kulturkreisen. Zuhören, Erzählen und Spielen wurden als Einheit gefördert, was bei Kindern nachweislich und nachhaltig die Kreativität, Motivation und Leistungsfähigkeit erhöht.

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