20.06.2003

Europaweit einzigartiger Schwerpunkt - Adulte Stammzellen

7,5 Mio Euro-Forschungsprogramm der Landesstiftung geht an den Start ...

Stuttgart. Ein in dieser Form einzigartiges Forschungsprogramm hat die Landesstiftung Baden-Württemberg gerade gestartet. Das Gebiet der adulten Stammzellforschung ist dazu geeignet, in der Biologie einen Paradigmenwechsel auszulösen. Das neue Verständnis adulter Stammzellen geht – und das ist revolutionär – von einer Reprogrammierbarkeit von Zellen bzw. einer Reversibilität von verschiedenen Differenzierungsprozessen aus. Die so genannten Stammzellen könnten in der Zukunft dazu verwendet werden, geschädigte Gewebe aus Leber, Herz oder Gehirn wieder herzustellen und dies ohne die negativen Abstoßungsreaktionen, die bei der Verwendung embryonaler Stammzellen zu erwarten sind.

In fünf ausgewählten Schwerpunktprojekten der Grundlagenforschung soll dieses Forschungsgebiet an den Universitäten Freiburg, Ulm und Tübingen sowie am deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg substanziell vorangebracht werden. Eine Besonderheit dieses Forschungsprogrammes besteht in der Integration von wissenschaftlichen Nachwuchsforschergruppen, die zugleich gefördert werden.
Nach einer Ausschreibungsrunde im letzten Jahr hat ein international besetztes, hochkarätiges Expertengremium die besten Projektvorschläge zur Förderung ausgewählt.

"Unser Ziel ist es, adulte Stammzellen einmal zur Heilung von ansonsten unheilbaren Hirntumoren einsetzen zu können", sagt der anerkannte Stammzellforscher und Vizepräsident der DFG, Professor Dr. Johannes Dichgans von der Universität Tübingen, an dessen Institut eine der Arbeiten durchgeführt wird. Andere Forschungsprojekte in diesem Programm beschäftigen sich mit der Isolierung, Mobilisierung und eindeutigen Charakterisierung von Stammzellen bzw. den daraus entstehenden Zellen wie z. B. Haut oder Hirnzellen.

"Mit diesem Forschungsprogramm will die Landesstiftung Baden-Württemberg ein wissenschafts- und gesellschaftspolitisches Signal setzen, da ethische und wissenschaftliche Vorteile in der medizinischen Forschung für die Bürger hier miteinander verbunden werden können", sagt der Geschäftsführer der Landesstiftung, Professor Dr. Claus Eiselstein. Das Programm geht bei den Projektpartnern nun in Umsetzungsphase; es soll zumindest bis ins Jahr 2007 mit Mitteln der Landesstiftung ermöglicht werden.

Die Landesstiftung Baden-Württemberg fördert gemeinnützige Projekte, die sie überwiegend selbst durchführt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei neben Forschung und Wissenschaft in der Förderung von Bildungs- und Jugendarbeit, Kunst und Kultur, Völkerverständigung und Sport. Die Landesstiftung Baden-Württemberg ist die einzige bedeutende Stiftung, die in dieser Themenbreite dauerhaft, unparteiisch und ausschließlich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert.

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