03.03.2005

Artur Fischer Erfinderpreis Baden-Württemberg zum dritten Mal ausgeschrieben

Wirtschaftsminister und Aufsichtsratsmitglied Pfister und Prof. Fischer: Ohne Innovation auf Dauer keine Arbeitsplätze ...

STUTTGART - Baden-Württemberg ist das Bundesland mit den meisten Patenten pro Kopf. Damit dies so bleibt, ist als Ansporn zum dritten Mal der Artur Fischer Erfinderpreis Baden-Württemberg - gestiftet von Artur Fischer und der Landesstiftung Baden-Württemberg - ausgeschrieben worden. Anlässlich dieser Ausschreibung erläuterten heute in Stuttgart in einer gemeinsamen Pressekonferenz Wirtschaftsminister und Aufsichtsratsmitglied der Landesstiftung Ernst Pfister (FDP) und Prof. Artur Fischer die Bedeutung von Innovation und Erfindungsreichtum jeweils aus der Sicht der Landespolitik und aus der Sicht des freien Unternehmers. "Ohne Innovation schaffen wir auf Dauer keine neuen Arbeitsplätze", waren sich beide einig.

"Ausgehend von der Erkenntnis, dass ein teurer Standort sich letztendlich nur mit innovativen und hochwertigen Produkten im internationalen Wettbewerb behaupten kann, begrüße ich den Artur Fischer Erfinderpreis ausdrücklich als wichtigen Beitrag zur Förderung eines innovationsfreundlichen Klimas", so Pfister wörtlich. Die Rahmenbedingungen für Innovation sind nach den Worten des Ministers in Baden-Württemberg außerordentlich gut. "Wir sind das Land mit dem höchsten Patentaufkommen. Im Jahr 2003 wurden in Baden-Württemberg 130 Patente je 100.000 Einwohner angemeldet (Bayern: 115). Der Durchschnitt in Deutschland lag bei 65 Patenten."

Der Erfindungsreichtum in Baden-Württemberg kommt nicht von ungefähr. Pfister wies darauf hin, dass der Anteil der Forschungs- und Entwicklungsausgaben an dem Bruttoinlandsprodukt in Baden-Württemberg bei 3.9 % und damit weit über dem Bundesdurchschnitt von 2,5 % liege. Baden-Württemberg halte damit bundesweit den ersten Platz unter den Flächenländern; unter den EU-Ländern erreiche nur Schweden mit 4,3 % einen höheren Wert. Rund 11,9 Mrd. Euro würden in Baden-Württemberg derzeit im Jahr für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Weiter verfüge Baden-Württemberg im Bundesländervergleich über das dichteste Netz an Forschungsstätten sowie ein einzigartiges und effizientes System des Technologietransfers zwischen Forschung und Entwicklung. Pfister: "Als Wirtschaftsminister ist es mir ein besonderes Anliegen, diese guten Voraussetzungen weiter zu fördern." Der Landesstiftung sei es ebenfalls ein zentrales Anliegen, neben der Forschung auch Jugend- und Bildungsprojekte zu ermöglichen. Dies komme mit dem Schüler-Wettbewerb des Preises in besonderer Weise zum Ausdruck.

Artur Fischer erklärte, wie wichtig für Erfinder neben geeigneten politischen Rahmenbedingungen die persönliche Anerkennung und Wertschätzung sei. Der "Herr der Dübel" und Erfinder mit weltweit mehr als 1.000 Einzelerfindungen betonte, wer sich auf Neuland wage, der brauche erstens Zuspruch. Er brauche zweitens Mittel für die Umsetzung seiner Ideen. Und er benötige drittens ein unabhängiges Urteil über sein Projekt. Drei Hilfen, die der Artur Fischer Erfinderpreis Baden-Württemberg Erfindern zuteil werden lassen möchte. Erfreut zeigte sich der 85-Jährige, dass in einer eigenen Preiskategorie junge Schülerinnen und Schüler ermuntert würden, auf technischem Gebiet kreativ zu werden, "denn sie werden die Gestalter unserer Zukunft sein".

Artur Fischer sowie die Landesstiftung Baden-Württemberg haben den Preis zu gleichen Teilen gestiftet. Beteiligen können sich zum einen professionelle private Erfinder mit Patent-Erfahrung. Das Preisgeld beträgt hier 22.500 Euro. In einer zweiten Kategorie werden wieder Schülerpreise über fast 10.000 Euro ausgelobt. Bis 31. März 2005 können Arbeiten eingesandt werden. Preisverleihung ist am 13. Juli 2005 in Stuttgart.

Informationen

Info: Ausschreibungsunterlagen als Download unter www.erfinderpreis-bw.de oder beim Infozentrum Patente, Willi-Bleicher-Straße 19, 70174 Stuttgart, Tel.: 0711/123-2558

Weiterführende Links

www.erfinderpreis-bw.de

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