25.08.2009

Sprachförderung mit "Sag' mal was" auch für Kleingruppen

Die Landesstiftung Baden-Württemberg hat ihre Richtlinien in der laufenden Ausschreibung von "Sag' mal was – Sprachförderung für Vorschulkinder" den aktuellen Bedürfnissen angepasst. In Ausnahmefällen können nun Kleingruppen mit drei bis fünf Kindern in die Förderung aufgenommen werden. Um die Teilnahme am Sprachförderprogramm können sich Träger von Kindertageseinrichtungen noch bis zum 30.09.09 bewerben ...

Rund 80.000 Kinder haben in den letzten Jahren an dem Sprachförderprogramm der Landesstiftung Baden-Württemberg "Sag' mal was" teilgenommen. Erstmals in diesem Jahr findet in den Kindertageseinrichtungen die gesetzlich vorgeschriebene Einschulungsuntersuchung statt, bei der die Sprachstandsdiagnose durchgeführt wird. Bisherige Voraussetzung für eine Teilnahme am Sprachförderprogramm war eine Mindestgruppengröße von grundsätzlich sechs Kindern mit intensivem Förderbedarf.

Die Erfahrungen der letzten Monate haben jedoch gezeigt, dass die Anzahl der Kinder mit intensivem Förderbedarf in einer Einrichtung immer wieder unter sechs bleibt. Denn gerade in den ländlichen Regionen kann nicht immer die Möglichkeit genutzt werden, mit anderen Einrichtungen eine Kooperation einzugehen, um so eine Fördergruppe mit sechs Kindern zu bilden. Die Landesstiftung Baden-Württemberg hat reagiert und sich für eine Verbesserung der Teilnahmebedingungen eingesetzt. Nach langen Verhandlungen ist nun eine steuerrechtlich tragbare Lösung gefunden, die auch die Förderung von weniger als sechs Kindern in einer Gruppe erlaubt.

Die Ausnahmeregelung tritt in Kraft, wenn die Gruppengröße von sechs Kindern mit intensivem Sprachförderbedarf laut SETK 3-5 trotz Kooperation mit einer anderen Einrichtung nicht erreicht wird. Ein weiterer Härtefall ist gegeben, wenn aus zwingenden Gründen keine Kooperation mit anderen Einrichtungen zustande kommen kann.

Für diese beiden Ausnahmen kann die Landesstiftung eine pauschale Unterstützung in Höhe von 2.000 Euro pro Sprachfördermaßnahme gewähren, wobei der Fördergruppe mindestens drei Kinder mit intensivem Sprachförderbedarf angehören müssen. Der zu leistende Förderumfang von 120 Stunden, die Durchführung der Sprachfördermaßnahme von einer qualifizierten Sprachförderkraft sowie die Möglichkeit des Angebots zur Entgelterhöhung bei aktiver Elternbeteiligung bleiben wie bisher bestehen. Die Antrag stellende Trägereinrichtung muss glaubhaft und nachprüfbar darstellen, dass ein solcher Härtefall vorliegt. Die Landesstiftung entscheidet dann im Einzelfall, ob dieser Ausnahmefall tatsächlich gegeben ist.

Für die Härtefälle ist ein Formular "Förderkonzept für Kleingruppen gemäß Härtefallregelung" auf der Homepage www.sagmalwas-bw.de zum Download bereit gestellt, mit dem der jeweilige Härtefall dargestellt werden kann. Weitere Informationen sind ebenfalls auf der Webseite zu finden. Alle Anträge müssen bis spätestens 30. September 2009 bei der L-Bank vorliegen.

Die Landesstiftung Baden-Württemberg setzt sich für ein lebendiges und lebenswertes Baden-Württemberg ein. Sie ebnet den Weg für Spitzenforschung, vielfältige Bildungsmaßnahmen und den verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Mitmenschen. Die Landesstiftung ist eine der großen operativen Stiftungen in Deutschland. Sie ist die einzige, die ausschließlich und überparteilich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert – und damit in die Zukunft seiner Bürgerinnen und Bürger.

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