22.06.2007

Die Zukunft Mitteleuropas im Blick

Landesstiftung Baden-Württemberg und Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg engagieren sich weiter für deutschsprachige Universität in Budapest – Mehr als drei Millionen Euro für die Andrássy Universität – Führungselite von morgen wird "Fit für Europa" gemacht ...

Landesstiftung Baden-Württemberg und Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg engagieren sich weiter für deutschsprachige Universität in Budapest – Mehr als drei Millionen Euro für die Andrássy Universität – Führungselite von morgen wird "Fit für Europa" gemacht.

Internationalität im Studienalltag zeichnet die "Andrássy Gyula Deutschsprachige Universität Budapest" (AUB) aus. Die kleine, aber feine Universität im Herzen Budapests hat sich fünf Jahre nach Aufnahme des Lehrangebotes als lebendiges Europa-Projekt erwiesen. Zudem leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung der deutschen Sprache und Kultur in Mittel- und Osteuropa. Deutsch als Unterrichtssprache und Vorlesungen mit Seminaratmosphäre machen die AUB nicht nur für deutsche Akademiker sondern auch für junge Mittel- und Osteuropäer attraktiv.

An drei Fakultäten, Vergleichende Staats- und Rechtswissenschaften, Internationale Beziehungen und Mitteleuropäische Studien, studieren derzeit etwa 150 Führungskräfte von morgen. Sie erforschen in einem ehemaligen Stadtpalais in Budapest die Politik- und Rechtssysteme Mittel- und Osteuropas, die Internationalen Wirtschaftsbeziehungen oder lernen das Einmaleins der Diplomatie. Absolventen aller Fachrichtungen werden interdisziplinär "Fit für Europa" – so das Motto der Universität – gemacht.
"Die Landesstiftung Baden-Württemberg will mit ihrer Unterstützung einen Beitrag dazu leisten, dass dem steigenden Bedarf an inter¬national und interdisziplinär denkenden Nachwuchskräften Rechnung getragen wird. Denn, das sich neu bildende Europa benötigt – gerade für das produktive Zusam¬menwachsen – Führungskräfte, die neben exzellenten Fachkenntnissen in der Lage sein müssen, über den jeweiligen nationalen Tellerrand hinauszublicken", sagt Dr. Andreas Weber, Leiter des Bereichs Bildung bei der Landesstiftung.

Die AUB trägt zu einer wissenschaftlichen Vernetzung zwischen Deutschland, Ungarn und Europa bei. Die Landesstiftung Baden-Württemberg und die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg beteiligen sich ganz wesentlich daran: Bis 2006 hat die Landesstiftung bereits 1,25 Millionen Euro in die AUB investiert. Darüber hinaus wurden Studenten mit dem Baden-Württemberg-STIPENDIUM unterstützt. Auch künftig machen sich die beiden Partner für die AUB stark. Weitere 1,8 Millionen Euro investiert die Landesstiftung in den nächsten fünf Jahren in die AUB. Sie unterstützt damit die erfolgreiche Arbeit der Universität Heidelberg, die im Rahmen der "Exzellenzinitiative II" ihre hervorragende Position in internationalen Netzwerken weiter ausbauen möchte.
Die Universität Heidelberg verantwortet die akademische Qualität im Studien- und Graduiertenprogramm "Vergleichende Staats- und Rechtswissenschaft", übernimmt das Projektmanagement des Lehrexportes und die Stipendienvergabe. Zudem stellt sie mit Prof. Christian Schubel den Prorektor der AUB.
"Es war eine unvergessliche Erfahrung in dieser tollen Stadt ein Jahr zu verbringen und ein abwechslungsreiches Studentenleben mit netten, interessanten Menschen aus vielen Ländern zu leben, mit denen man ein tolles Jahr an Erfahrungen teilen kann", sagt Stipendiatin Tina Eichin nach ihrem Jahr in Budapest.
Auch andere Erfahrungsberichte der Absolventen zeichnen ein positives Bild der anspruchsvollen Ausbildung in Budapest. Die Universität entwickelt sich offenbar zu einem Magneten für bildungshungrige Absolventen: Im vergangenen Jahr bewarben sich für das LL.M.-Programm (Master of Business Law) so viele Juristen wie nie zuvor. Derzeit kommen zwei Bewerber auf einen Studienplatz. Die Fakultät erhielt zudem im vergangenen Jahr die Akkreditierung bis 2010.
Als besonders reizvoll erweist sich die neu eingerichtete Doktorschule. Das interdisziplinäre Angebot der Doktorschule (Politikwissenschaft, Geschichte, Vergleichende Staats- und Rechtswissenschaften) ist der Einheit der Sozialwissenschaften verpflichtet. Als fächerübergreifendes Thema steht "Die Zukunft Mitteleuropas in der EU" im Zentrum. Europäischen Fragestellungen mit besonderem Bezug auf den Donauraum soll hier auf den Grund gegangen werden. Die AUB plant, jährlich zehn bis 15 Doktoranden aufzunehmen.
Damit die Universität auch weiterhin "verführerische Studienbedingungen" (DIE ZEIT) bieten kann, treffen sich die AUB-Partner in St. Gallen. Vertreter aus Baden-Württemberg, Bayern, Ungarn, Österreich und der Schweiz erörtern die künftige Strategie. Im Vordergrund stehen neue konsekutive Masterprogramme, Evaluierungsmöglichkeiten und die Rolle des Kuratoriums. Ziel ist es, die AUB in den nächsten zehn Jahren zu einem "Juwel der Bildungslandschaft" zu machen, so der Dekan der Fakultät "Vergleichende Staats- und Rechtswissenschaften" Prof. Ulrich Hufeld (Universität Heidelberg/AUB).

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