14.11.2008

Kick-off Treffen des Programms Allergologie-II

Das Forschungsprogramm Allergologie-II der Landesstiftung Baden-Württemberg soll dazu beitragen, das grundlegende Verständnis über Allergieentstehung zu erweitern, um so präventive Ansätze zu ermöglichen. Am 13. Oktober 2008 trafen sich die neun Projekte zu einem ersten Austausch über Ihre Forschung, die interessante neue Ansätze verfolgt ...

Hinter der Diagnose "Allergie" verstecken sich vielfältige Symptome: ein eher lästiges Jucken der Haut oder Niesen bis hin zu lebensbedrohlichen Beschwerden. Die Vielfältigkeit der Symptome spiegelt aber nur einen Bruchteil der Komplexität wieder, die zur Entstehung von Allergien führt. Trotz vielfacher Anstrengungen ist es daher noch nicht gelungen, die rati-onalen Grundlagen für eine Präventionsstrategie für die allergischen Erkrankungen zu erarbeiten.

Das neue Forschungsprogramm Allergologie-II der Landesstiftung setzt genau an diesem Punkt an. Am 13. Oktober 2008 trafen sich alle Programmteilnehmer zu einem ersten Austausch über Ihre Forschungsvorhaben. Bereits bei diesem ersten Treffen zeigte die Vielfältigkeit der Forschungsansätze, welch enormer Forschungsbedarf noch besteht. Untersucht werden die Grundlagen zur Entstehung von bestimmten Allergien, wie zum Beispiel Asthma oder auch Kontaktekzeme (allergische Reaktionen der Haut). Aber auch die Forschung zum angeborenen Immunsystem oder zur Bedeutung der Epigenetik wird die nächsten drei Jahre sicher wichtige neue Erkenntnisse liefern.

So untersucht ein Projekt am Universitätsklinikum Freiburg mit einem völlig neuen Ansatz eine im Grunde seit langem bekannte Frage: Die Auswirkung pränataler Einflüsse – also zum Beispiel Rauchen in der Schwangerschaft oder Kontakt zu Stalltieren – auf die Entstehung von Asthmas Bronchiale. Lange ist der Zusammenhang bekannt, aber die involvierten Mechanismen sind längst nicht aufgeklärt. In diesem Projekt wird untersucht, ob die DNA von Neugeborenen durch diese Umwelteinflüsse während der Schwangerschaft modifiziert wird, etwa durch die Bindung bestimmter Moleküle. Sollte sich dies bewahrheiten, könnte man einen Test entwickeln, der diese Modifizierung erkennt und anschließend sehr früh und vor allem gezielt therapeutisch eingreifen. Ist man in der Lage, die Molekülbindung rückgängig zu machen oder zu maskieren, würde man die Entwicklung eines Asthmas Bronchiale verhindern.

Dieses und acht weitere Projekte sind im Sommer 2008 angelaufen und werden für je drei Jahre mit insgesamt 3,3 Mio. Euro unterstützt.

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