Bürgerbeteiligung

Die Verfahren der Bürgerbeteiligung und direkten Demokratie nehmen zu. Zum einen steigt der Wunsch der Bürger und Bürgerinnen in die Entscheidungen, die ihr Leben berühren, direkter und unmittelbarer einbezogen zu werden. Zum anderen wird ein erhöhter Bedarf gerade bei komplexen und langfristigen Entscheidungen gesehen, die Bürgerschaft einzubeziehen.

Die Baden-Württemberg Stiftung hat deshalb ein Programm für eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Bürgerbeteiligung aufgelegt und ein Qualifizierungsprogramm zur Bürgerbeteiligung entwickelt. Am Programmaufbau beteiligt sind die Führungsakademie Baden-Württemberg, die Landeszentrale für politische Bildung, DIALOGIK und die Universitäten Stuttgart und Mannheim sowie weitere Partner. Hierbei wird ein Fokus auf der Qualifizierung von Jugendlichen im Rahmen eines Curriculums für Beteiligung liegen.

Das Projekt „In Zukunft mit UNS“ ist Teil des Projekts „Qualifizierungsprojekt für Jugendliche in Beteiligungsprozessen“. Es wird in enger Abstimmung zwischen dem Landesjugendring, der Landeszentrale für Politische Bildung und der Führungsakademie Baden-Württemberg durchgeführt. Ziel des Projekts ist es, die Jugendlichen zu befähigen, sich aktiv für eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen und für mehr Demokratie in den Städten, Gemeinden und Landkreisen des Landes einzusetzen. Die Baden-Württemberg Stiftung ist mit dem Projekt „In Zukunft mit UNS!“ Teil des Bündnisses „Wählen ab 16“. Für die Durchführung von Aktionstagen in Kommunen, Schulen, Jugendhäusern und Verbänden in Baden-Württemberg übernimmt die Baden-Württemberg Stiftung die Schulung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Das hierfür erstellte  „Methodenhandbuch: In Zukunft mit UNS! – Wahl ab 16“ unterstützt die Multiplikatoren inhaltlich und didaktisch. Weitere Informationenzur Anmeldung zu den Aktionstagen sowie zur geplanten Online-Wahlsimulation finden Sie unter www.ljrbw.de/inzukunft-mituns.

Zum Zweiten soll über ein „Demokratie-Monitoring“ wissenschaftlich untersucht werden, was sich in Bezug zur Demokratie, Partizipation und zum bürgerschaftlichen Engagement in unserem Land ändert und welchen Stellenwert diese Faktoren für die Bürgerinnen und Bürger haben. Ziel des Monitorings ist Materialien für eine systematische Evaluation des Funktionierens der Demokratie zu sammeln und Verbesserungsmöglichkeiten zu benennen. Es soll für Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit Universitäten sowie kommunalen Landesverbänden aufgebaut werden.

Die Baden-Württemberg Stiftung engagiert sich darüber hinaus aktiv an der „Allianz für Beteiligung“. Die Idee einer Allianz für Beteiligung wurde von der Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, Gisela Erler, im Januar 2012 ins Leben gerufen. Seitdem haben sich bereits über 70 Städte, Vereine, Verbände und Bürgerinitiativen zusammengeschlossen. Im Juli 2013 wurde eine eigene Geschäftsstelle eingerichtet. Die Baden-Württemberg Stiftung fördert als Teil der Initiative „Bildungsveranstaltungen zur Formen politischer Partizipation“: diese stellen Methoden der Beteiligung vor, reflektieren Erfahrungen und zeigen auf, welche Faktoren zum Gelingen von Beteiligungsprozessen beitragen können. Damit sollen insbesondere Zielgruppen erreicht werden, die typischerweise nicht in Beteiligungsprozessen vertreten sind: Bürgerinnen und Bürger aus beteiligungsschwachen Gruppen. Weitere Förderer der Allianz sind die Robert Bosch Stiftung, die Breuninger Stiftung und die Führungsakademie Baden-Württemberg.

Abteilungsleiter Bildung

Dr. Andreas Weber Dr. Andreas Weber
Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
Kriegsbergstraße 42 · 70174 Stuttgart
Fon +49 (0) 711 248 476-21
Fax +49 (0) 711 248 476-51 weber(a)bwstiftung.de

Referentin Bildung

Meike Augustin Meike Augustin
Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
Kriegsbergstraße 42 · 70174 Stuttgart
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Fax +49 (0) 711 248 475-51 augustin(a)bwstiftung.de

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