Netzwerk Bildungsforschung

Mit dem Programm Netzwerk Bildungsforschung will die Baden-Württemberg Stiftung die empirischen Grundlagen und die Forschungskapazität in Baden-Württemberg in der Bildungsforschung weiter stärken.

Ziel des Programms ist der Aufbau eines interdisziplinären Forschungsnetzwerks, in dem Forschergruppen verschiedener Fachrichtungen, Standorte und fachlicher Zugänge gemeinsam Themen der empirischen Bildungsforschung bearbeiten. Das Netzwerk soll sich an der aktuellen nationalen und internationalen Forschung orientieren und langfristig auch eigenständig agieren.

Prof. Ulrich Trautwein (Universität Tübingen) übernimmt als Netzwerksprecher die Leitung des Netzwerks Bildungsforschung. Unterstützt wird er von dem Netzwerkteam: Prof. Bernd Fitzenberger (Universität Freiburg /ZEW Mannheim), Prof. Reinhold Nickolaus (Universität Stuttgart) und Prof. Beatrice Rammstedt (GESIS Mannheim). Das Netzwerkbüro ist an der Universität Tübingen angesiedelt und übernimmt die Koordiantion und den Aufbau des Netzwerks.

Gemeinsamer Forschungsschwerpunkt des Netzwerkes ist der Bereich der Übergänge in die berufliche Bildung und den Beruf. Ein vielschichtiges Themenfeld, das bislang nur wenig erforscht ist. Es umfasst beispielsweise Forschungsfragen zum Einfluss sozialer, schulischer und außerschulischer Kontextfaktoren auf den Bildungsverlauf, zur Entwicklung und Relevanz spezifischer Kompetenzen für den schulischen und den Ausbildungserfolg sowie zur Wirkung pädagogischer Interventionen und Institutionen im Übergangssystem. Unter Berücksichtigung und Nutzung vorhandener Daten strebt das Netzwerk darüber hinaus an, langfristig eine verlässliche und aussagekräftige Datenbasis für die aktuelle bildungspolitische Diskussion in Form eines „Baden-Württemberg Panels“ zu generieren. Die im Netzwerk bearbeiteten Forschungsfragen lassen sich grob in zwei Cluster unterscheiden. Das erste Cluster legt den Fokus auf individuelle Charakteristika    (z. B. familiärer Hintergrund, Motivation etc.) und Leistungsvariablen oder Kriterien für erfolgreiche Übergänge. Ein Teilbereich dieses Clusters ist die Entwicklung adäquater Assessmentinstrumente als Grundlage für alle weitergehenden Untersuchungen. Den Schwerpunkt im zweiten Cluster bilden die Kontext- und institutionellen Faktoren im Rahmen der Übergänge. Beide Cluster sind miteinander verschränkt und auch innerhalb vieler Projekte sind beide Faktoren gleichermaßen relevant. Mit neun überwiegend interdisziplinär angelegten Verbundprojekten startet das Forschungsnetzwerk zum Jahresbeginn 2013. Eine Liste der Projekte ist zum Download unten eingestellt.

Wesentliche Arbeitsweise des Netzwerkes Bildungsforschung ist neben der Forschung die gemeinsame Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und seine Offenheit für interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die im Umfeld der Thematik arbeiten. Im Rahmen des Programms werden regelmäßig Veranstaltungen durchgeführt, die der weiteren Vernetzung dienen. Es sollen sukzessive weitere Forschungsprojekte aufgenommen werden. Deren Auswahl erfolgt vorbehaltlich der zur Verfügung stehenden Mittel und auf Basis der Empfehlungen eines programmbegleitenden Expertenkreises sowie unter Einbindung des Netzwerkleitungsteams.

Programminterne Ausschreibung 2014

Im Programm Netzwerk Bildungsforschung können für Vorhaben der Nachwuchsförderung und Netzwerkbildung im Rahmen einer Programminternen Ausschreibung Mittel beantragt werden. Im Fokus stehen dabei die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Netzwerkbildung. Die Zielsetzung der Ausschreibung orientiert sich an den Zielsetzungen des Programms:

  • Stärkung der empirischen Bildungsforschung in Baden-Württemberg zu Fragen der Übergänge zwischen schulischer und beruflicher Bildung und unterschiedlichen Bildungswegen.
  • Aufbau eines Forschungsnetzwerkes, das auch langfristig, über die Finanzierung durch die Baden-Württemberg Stiftung hinausgehend, Bestand hat, eigenständig agiert und anschlussfähig ist an nationale Programme der empirischen Bildungsforschung.

Die Ausschreibung richtet sich ausschließlich an Personen, die an einem der Kernprojekte oder an einem der assoziierten Projekte des Netzwerks Bildungsforschung beteiligt sind. Voraussetzung ist, dass der Sitz der beantragenden Forschungseinrichtung in Baden-Württemberg ist. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den Ausschreibungsunterlagen (s.u.).

Veranstaltungen

Ein zweites Vernetzungstreffen hat vom 7.-9. Mai 2014 in Bad Urach statt gefunden. Das Veranstaltungsprogramm ist zum Download unten eingestellt.

Am 4. Dezember 2013 sind über 130 Gäste der Einladung zur Auftaktveranstaltung im Programm Netzwerk Bildungsforschung nach Stuttgart gefolgt. Minister Andreas Stoch, Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg hat ein Grußwort gehalten. Prof. Dr. Susan Seeber, Professorin für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung, Georg-August-Universität Göttingen hat über das Thema "Kompetenzdiagnostik in der beruflichen Ausbildung: Stand, Chancen und Herausforderungen" gesprochen (die Folien zu diesem Vortrag sind im Download unten eingestellt). Das Netzwerk wurde vom Netzwerksprecher, Prof. Trautwein, vorgestellt. Außerdem präsentierten sich die Projekte aus dem Netzwerk in einer Postersession.

Am ersten Netzwerktreffen am 27./28. Juni 2013 in Blaubeuren nachmen fast 50 Gästen teil, die die Veranstaltung zu intensivem Austausch und Diskussionen über die Forschungsvorhaben nutzen. Inhaltlichen Input gab Klaus Lorenz, Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg über die "Entwicklungen und Anpassungsnotwendigkeiten der beruflichen Schulen in Baden-Württemberg". Dr. Hans-Peter Klös, vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln erläuterte die Erwartungen der Wirtschaft an die Bildungsforschung. Dr. Katja Scharenberg, Universität Basel berichtete über das Schweizer Übergangspanel TREE „Transitionen von der Erstausbildung ins Erwerbsleben – Ziele, Ergebnisse und Herausforderungen.“

Weitere Informationen zum Programm finden Sie auf der Website Netzwerk Bildungsforschung.

Das Programm Netzwerk Bildungsforschung schließt an das von 2007 bis 2011 durchgeführte Programm Bildungsforschung der Baden-Württemberg Stiftung an. Wie bereits im Vorgängerprogramm ist das Landesinstitut für Schulentwicklung Projektträger für die Baden-Württemberg Stiftung. 

Projektdienstleister

Landesinstitut für Schulentwicklung
Heilbronner Straße 172 • 70191 Stuttgart
Prof. Reinhard Bayer
Fon +49.711.6642 3300 • Fax +49.711.6642 3099
reinhard.bayer(a)ls.kv.bwl.de
www.ls-bw.de/

Informationen

Weitere Informationen zum Netzwerk Bildungsforschung finden Sie auf der Website zum Programm.

Abteilungsleiter Bildung

Dr. Andreas Weber Dr. Andreas Weber
Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
Kriegsbergstraße 42 · 70174 Stuttgart
Fon +49 (0) 711 248 476-21
Fax +49 (0) 711 248 476-51 weber(a)bwstiftung.de

Referentin Bildung

Ulrike Vogelmann M.A. Ulrike Vogelmann M.A.
Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
Kriegsbergstraße 42 · 70174 Stuttgart
Fon +49 (0) 711 248 476-23
Fax +49 (0) 711 248 476-51 vogelmann(a)bwstiftung.de

Veranstaltungskalender